Seelenlose Kunstnamen erobern die Welt. Namen wie “Qimonda”, “Syngentas”, “Celesios”, “Celanese”, “Vivento”, “Arvato”, “Alando”, “Adecco”, “Aventis” sind typische Zeichen unserer Zeit. Die Namen fangen häufig mit “A” an, das ist gut, um in alphabetischen Listen ganz oben zu stehen und hören meist mit “or” oder “is” auf, das soll seriös klingen. Sie sind in mehr oder weniger allen Sprachen problemlos auszusprechen und sollen möglichst überall positive Assoziationen hervorrufen. Dabei ist keine Assoziation für die meisten Werber offensichtlich schon gut genug für einen Namen. Sie sollen also für jeden Erdenbürger gleich langweilig sein.
Das hat sich jetzt auch zu KarstadtQuelle herumgesprochen und man hat beschlossen sich in “Arcandor” umzubennen. Herzlichen Glückwunsch.
Diese krankhafte äußerliche Veränderung wird von mir nun feierlich “Anamis” getauft.
Früher gab man seiner Firma drei Buchstaben wie IBM, NCC, BKK, GEZ oder XYZ, noch früher nannte man sie Hans Wurst & Söhne oder ähnlich. Firmennamen durchlaufen also Moden. Und die Bestandsdauer dieser Moden wird immer kürzer. Das hat natürlich Nachteile. Denn so modern wie ein Name heute klingt, so altbacken klingt er in 20 Jahren.
MFG
Töchter & Söhne GmbH & Co. KG OHG Ltd.


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